Was ist ein Tracheostoma?

Ein Tracheostoma ist eine operativ angelegte Öffnung der Luftröhre nach außen. Nach der Entfernung des Kehlkopfes, z. B. aufgrund einer Tumorerkrankung, ist die Anlage eines Tracheostomas notwendig.

Die damit verbundene Veränderung der Anatomie, nämlich die Trennung von Luft- und Speiseweg, hat für den Betroffenen weitreichende Auswirkungen, wie den totalen Verlust der natürlichen Stimme oder den Wegfall der Schutz- und Filterfunktion der Nase.

Weitaus häufiger erfolgt eine Tracheotomie, bei der die Luftröhre operativ nur eröffnet wird, ohne dass der Luft- und der Speiseweg verändert werden. Abhängig davon, ob die Verengung der Atemwege (vom Kehlkopf aufwärts), die Notwendigkeit zur Beatmung oder eine schwere Schluckstörung länger als 2 Wochen anhält, legt man in diesen Fällen ein stabiles, so genanntes plastisches Tracheostoma an. Dies gehört in allen Kliniken zu den Routineeingriffen.